Der Killer an der Maustaste?
Killerspiele verbieten, Gewaltvideos abschaffen, Horrorfilme verbannen!!
Scheinbar alles adäquate Mittel um zukünfige Amokläufe zu verhindern – wenn es nach den Politikern und allen “Experten” auf dem Gebiet geht. Es war ja im Prinzip nur eine Frage der Zeit bis diese leidige Diskussion über sogenannte “Killerspiele” wieder angetreten wird. Scheinbar ein Reflex bei schweren Gewalttaten die von Jugendlichen begangen werden. Es wird als unheimlicher Erfolg verbucht wenn man bei einem Jugendlichen Spiele wie Counterstrike oder Call of Duty findet, denn dann hat man wenigstens etwas worauf man den Totalausfall des 17-jährigen schieben kann.
Bei ZEIT Online hab ich da einen schönen Artikel gelesen der es für mich auf den Punkt bringt:
Konservative aus Bayern und Baden-Württemberg, die jetzt ein Killerspiel-Verbot fordern, wollen sich wohl eher Ärger mit der Sportschützenlobby ersparen, die ihre Privilegien in Gefahr sieht. Mit Sicherheit verhindern sie so die notwendige Diskussion darüber, wie wir Jugendliche mit Gewalt konfrontieren.[...]
Getötet hat Tim K. mit einer Pistole – und nicht mit der Maustaste.via ZEIT ONLINE
Dem kann ich eigentlich nix mehr hinzufügen, denn wenn ein bayrischer Innenminister sagt: „Wir müssen uns jetzt endlich aufraffen und den Mut haben, die brutalsten Spiele zu verbieten.[...]“, dann frag ich mich ehrlich schon wann die vielleicht mal auf die Idee kommen, dass es eben eine Pistole und keine Maustaste war mit der getötet wurde. Das genaue Zielen und Schießen lernt man nicht in einem Computerspiel, sondern auf der Schießbahn des Schützenvereins. Und ich weiß wirklich wovon ich rede.
UPDATE: Schaut auch mal auf den Link den Rob in die Kommentare gepostet hat. Wirklich sehr lesenswert!
Robert
16 Mrz, 2009
Hi Marko,
dazu auch sehr lesenswert dieser Artikel aus dem Nerdcore blog:
http://www.nerdcore.de/wp/2009/03/14/drei-gute-texte-zu-winnenden/
Gruß
Rob
MarkOh
16 Mrz, 2009
THX! Bin grade schon dabei die Texte zu lesen!